Wohnmobil im Winter? Kein Problem! Tipps zum Wintercamping

Erento Redaktion – 02. Nov 2016

Auru Aro/wikimedia/Lizenz: CC BY-SA 3.0

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Campen im Winter? Bis vor einigen Jahren bedeutete dies noch zugefrorene Rohre und Temperaturen um den Gefrierpunkt im Innenraum des Reisemobils. Dies hat sich geändert und so finden heute immer mehr Menschen Gefallen am Wintercamping und nutzen Freizeitfahrzeuge für die Fahrt in den Skiurlaub. Auch die Wohnmobil- und Caravanhersteller haben den Trend erkannt und legen bei ihren Fahrzeugen verstärkt Wert auf Winterkomfort. Worauf kommt es an beim Wintercamping?

Winterfest oder Wintertauglich?

Die Bezeichnungen „winterfest“ und „wintertauglich“ hören sich zunächst sehr ähnlich an, unterscheiden sich aber in ihrer Bedeutung. Ob beim Kauf oder der Miete – hier sollten Sie genauer hinsehen:

Als winterfest dürfen nur Wohnmobile bezeichnet werden, welche die Norm EN 1646 erfüllen. Dies bedeutet, dass sich der Innenraum eines Wohnmobils bei einer Außentemperatur von minus 15 C° auf eine Temperatur von plus 20 C° aufheizen lässt.

Diese Temperatur muss sich über eine Stunde halten, zudem wird auch die Wasseranlage gefüllt und muss problemlos funktionieren.

Speziell winterfeste Wohnmobile zeichnen sich vor allem durch isolierte Installationen und Tanks, ein beheiztes Armaturenbrett, doppelverglaste Rahmenfenster und ein ausgeklügeltes Heiz- und Belüftungssystem aus.

Um im Gegensatz zur Winterfestigkeit die Wintertauglichkeit festzustellen, wird der gleiche Test bei einer Außentemperatur von 0 C° durchgeführt. Die Wasseranlage wird nicht getestet.

Winterfeste Wohnmobile sind wintertauglichen Wohnmobilen also bei tiefen Temperaturen vorzuziehen.

Joergelman/Pixabay/Lizenz: CC0 1.0

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Die Wahl des richtigen Fahrzeugtyps

Integrierte Wohnmobile sind in der Regel besser für das Wintercamping geeignet.

Der Übergang zwischen Führerhaus und Wohnraum ist beim teilintegrierten Fahrzeug oft nur schlecht isoliert und die Heizung stößt bei tiefen Temperaturen oft an ihre Grenzen.

Auch Alkoven lassen sich gut nutzen, da das Fahrerhaus gut vom isolierten Aufbau getrennt werden kann und so nachts niemand im Bett frieren muss.

Einen detaillierten Überblick über Reisemobil-Typen, ihre Vorteile und Führerschein-Anforderungen, finden Sie auch auf unserer Einstiegsseite für Ihre Wohnmobil-Reise. Wenn Komfort für Sie an erster Stelle steht, dann können Sie sich hier direkt über Luxus-Wohnmobile informieren.

Den Stellplatz am besten im Voraus buchen

New Brunswick Tourism/flickr/Lizenz: CC BY 2.0

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Nach der Ankunft

Am Stellplatz angekommen gibt es auch noch einige zu beachten:

  • Der Stellplatz muss schnee- und eisfrei sein, da das Wohnmobil oder der Caravan sonst bei wärmeren Temperaturen kippen kann.
  • Unter die Hubstützen des Wohnwagens sollte man große Bretter legen, damit das Fahrzeug bei Tauwetter nicht einsinkt.
  • Die Stromkabel müssen so verlegt werden, dass sie nicht am Boden festfrieren oder vom Schneepflug beschädigt werden könnten.
  • Direkt nachdem der Wohnwagen aufgebockt wurde, wird die Handbremse gelöst und mit einer Plastiktüte oder ähnlichem bedeckt, damit sie nicht fest friert.
  • Der Schnee sollte regelmäßig vom Dach entfernt werden, damit die Last nicht zu schwer wird.
  • Auch bei kalten Temperaturen muss man immer regelmäßig lüften, da sich die Feuchtigkeit sonst im Fahrzeug sammelt und Schimmel entstehen kann.

 

Lust auf Camping im Schnee bekommen, aber noch auf der Suche nach dem passenden Reisemobil? Hier werden Sie fündig:

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